Wetterradar

Wie funktioniert das Wetterradar?

radar1Das Wetterradar ist ein Messinstrument, welches die weiträumige Beobachtung von Regen, Hagel und Schneefall erlaubt. Der Sender des Radargerätes erzeugt in regelmässigen Zeitabständen elektromagnetische Impulse, die durch die Antenne in einem schmalen Strahl konzentriert und ausgestrahlt werden (1).
Die Frequenz der elektromagnetischen Welle wurde so gewählt, dass das Radar durch Wolken, Schnee und Regen hindurch sehen kann, und gleichzeitig die Tropfen, Schneeflocken und Hagelkörner einen kleinen Teil der Welle in Richtung der Antenne zurückschicken.
Das reflektierte Signal (2) wird von der gleichen Antenne wieder aufgefangen und in den Empfänger weitergeleitet. Aus der Intensität des Signals kann die Stärke des Niederschlages abgeschätzt werden; aus der Laufzeit erhält man die Distanz zwischen der Antenne und dem reflektierenden Objekt.

Radarantenne

radar2Die Antenne hat einen Durchmesser von 4.2 Metern und dreht sich um eine vertikale Achse - 24 Stunden im Tag, 365 Tage im Jahr. Nach jeder Umdrehung ändert sie die Elevation, sodass die ganze Atmosphäre bis zur maximalen Distanz von 200 km abgetastet wird.
Für die komplette Abtastung des Volumens, welche mit der zwanzigsten und höchsten Elevation bei 40 Grad über dem Horizont endet, benötigt die Antenne 5 Minuten.
Nach dessen Abschluss kehrt die Antenne zurück an ihren Ausgangspunkt und der gleiche Zyklus beginnt von vorn. Das Radar ist so empfindlich, dass selbst kleinste Regentröpfchen im Golf von Genua noch detektiert werden können.
Gelegentlich empfängt das Radar auch Echos von Insekten; eine einzelne Biene beispielsweise kann bis in eine Distanz von etwa sechs Kilometern beobachtet werden.

Anwendungen

Die Anwendungen der Wetterradardaten sind zahlreich und reichen von der Kurzfristprognose über die Flugsicherung, die automatische Detektion von Gewitterzellen bis hin zur quantitativen Messung der Niederschlagsmengen, welche unter anderem von den Hydrologen für die Vorhersage von Fluss und Seepegel benutzt werden.
Die Radarbilder der MeteoSchweiz sind über verschiedene Kanäle abrufbar. Zum Beispiel Internet und MMS erlauben, jederzeit über die aktuellen Niederschläge und deren Entwicklung an jedem Ort informiert zu sein. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.meteoschweiz.ch.

ÖFFNUNG: 1. April 2017
SCHLIESSUNG: 5. November 2017

OBEN